06.06. - 12.06.2006 |
| Sairach (Ziri) / Slowenien |
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Da Liane und ich Anfang Juni beide eine Woche Zeit hatten (bzw. wir uns die Zeit genommen haben), beschlossen wir zum Bike- und Triketreffen nach Sairach in Slowenien zu fahren und dies mit einem Kurzurlaub zu verbinden. Land und Leute überraschten uns mir einer Gastfreundschaft, die man sonst wohl selten findet. Am Dienstag den 06.06.2006 fuhren wir bei starker Bewölkung zu Hause los. Den Montag hatte es zu häufig geregnet, so dass wir keinen Bock darauf hatten die erste Etappe bis nach Salzburg im Regen zu fahren. Diese Entscheidung sollte sich als richtig erweisen. Nur bei München bekamen wir einen kleinen Schauer ab, den ich aber mit Vollgas "unterfuhr" so dass wir nicht viel abbekamen. Den Rest der Strecke hatten wir viel Wolken und ab und an auch ein paar Sonnenstrahlen. Die Temperatur hielt sich leider auch in Grenzen. Aber bis kurz hinter Salzburg (Österreich) kamen wir dennoch wohl und munter an, fuhren bei Hallei von der Autobahn und fanden in Au einen kleinen Campingplatz, auf dem wir unser neues "Domizil" (Combi-Camp-Faltwohnwagen) aufschlugen. Anschließend war dann auch nicht mehr viel drin, außer Duschen, Essen gehen und einem Spaziergang durch die schöne Landschaft. Am nächsten Tag starteten wir gegen 10.00 Uhr zu unserer zweiten Etappe über die Berge nach Slowenien. Die erste Teilstrecke bewältigten wir auf Bundesstraßen. Da wir den Anhänger dabei hatten, blieben später nicht allzu viele Alternativen und so fuhren wir die "Tauernautobahn". Am höchsten Punkt der Strecke lag dann auch noch etwas Schnee neben den Straßen und es war empfindlich kalt. "Zum Glück" hatte ich meine langen Unterhosen zu Hause vergessen! Egal - da muss man eben durch. Das Wetter wurde dafür langsam aber stetig besser, je weiter wir nach Süden vordrangen. Als wir dann in Slowenien ankamen, verließen wir auch so bald als möglich wieder die Autobahn und genossen eine fantastische Landschaft in Slowenien. Hohe Berge mit Schneekuppen, saftige, grüne Hügel und schmale, verschlungene Täler wechselten sich ab. Das Land ist modern und am fortschrittlichsten von allen ex-jugoslawischen Staaten, aber das war es auch schon während der Zeit, als es noch zu Jugoslawien gehörte. Als Währung haben sie einen schwachen Slowenischen Tolar, akzeptieren aber sehr häufig auch schon den Euro (Wechselkurs. 239 SIT zu 1 Euro). Im nächsten Jahr wird Slowenien zur EU dazu stoßen. Bei unserer Ankunft in Ziri (deutscher Name: Sairach) erlebten wir gleich mal eine mächtige Überraschung. Da wir nicht wussten, wo das Treffen genau stattfindet, fuhren wir in Ziri an den Straßenrand. Noch bevor ich absitzen konnte fuhr ein Auto vor uns an den Rand und der Fahrer stieg aus. Da er ein T-Shirt vom MK Sairach trug, war ich mächtig verblüfft, was wir doch für ein Glück haben. Er ging auf uns zu und rief schon aus 6 Metern Entfernung: "Hallo Andreas Schönfeld!" Na da war ich aber echt perplex! Da begrüßt mich ein völlig Fremder in einem völlig fremden Land mit meinem Namen! Liane und ich schauten uns nur noch dämlich an. Die Geschichte stellte sich dann so heraus, dass die Tochter von Vinko, der uns da angesprochen hatte in einem Ort ein paar Kilometer vor Ziri arbeitet und uns kommen sah. Daraufhin rief sie ihren Vater an und sagte, dass da ein Trike kommt. Vinko fuhr uns entgegen, las den Schriftzug "Black Eagle" auf unserem Trike und wusste wer ich bin, da er meine Homepage kennt. Ein Hammer! Vinko lud uns dann auch gleich für die nächsten beiden Tage zu sich nach Hause ein. Er gab uns ein Zimmer mit Doppelbett, ein eigenes Bad und wollte noch nicht mal etwas dafür haben. Doch damit nicht genug. Er stellte sich auch bis Freitagmittag als Dolmetscher, Fremdenführer und Reiseleiter zur Verfügung. Er ging mit uns Einkaufen, Essen, machte Triketouren mit uns und half uns wann immer wir etwas brauchten. Von hier aus noch einmal vielen, vielen Dank an Vinko und seine Familie, die uns so aufgenommen haben, als würden wir mit zur Familie gehören. Der "Triker-Papst" und seine Frau Wilma waren auch schon am Montag in Ziri. Die beiden wurden aber auf der Reise nach Ziri dermaßen durchgeweicht, dass sie sich entschlossen den Rest der Woche in eine Pension zu ziehen. Die Triketouren machten wir dann auch zusammen mit Vinko und en beiden. Das Wetter war zum Glück dann aber trocken, wenn auch mit mehr Wolken als Sonne und geringen Temperaturen. Am Freitag zogen wir dann auf den Platz um, wo das Treffen stattfand. Unser Combi-Camp stand dort schon seit Mittwoch. Obwohl wir dort alles unverschlossen stehen ließen, hatte dies niemand ausgenutzt - ein weiteres Zeichen für die freundschaftliche Mentalität der Slowenen! Alles weitere ab Freitag findet ihr in der Rubrik Trike-Events unter Sairach 2006. Am Sonntag machten wir uns dann müde auf den Rückweg. Das Wetter hatte sich um 100 Prozent gedreht, so dass wir nun strahlend blauen Himmel und sehr warme Temperaturen hatten. Die langen Unterhosen, die ich mir in Ziri gekauft habe, blieben im Gepäck und wir genossen unsere Rückreise indem wir noch mehr auf die Bundes- und Landstraßen auswichen, wie auf der Hinreise. Die Strecke in Slowenien blieb die Gleiche. In Österreich blieben wir ausschließlich auf den Bundesstraßen, nachdem wir den letzten Tunnel passiert hatten. Wir kurvten dann auch noch durch das schöne Salzburg und fuhren dann wieder über die deutsche Grenze. Nach einem kleinen Snack setzen wir unsere Fahrt fort und nahmen uns als Ziel den Chiemsee vor. Den umrundeten wir dann aber im Norden am Ufer entlang und fuhren noch ein kleines Stück weiter bis zum Simssee, der ein wenig westlicher liegt. Dort fanden wir eine sehr schnuckelige Bleibe mit einem sehr exklusiven Restaurant. Der Name "Gocklwirt" täuscht über die Extravaganz des Ortes ein wenig hinweg. Im "Gocklwirt" findet man nicht nur ein beeindruckendes Freilichtmuseum für Landwirtschaftliche Geräte, sondern auch die größte künstliche Uhr der Welt. Dort blieben wir dann über Nacht und setzten unsere Heimreise am nächsten Tag bei herrlichstem Wetter fort, wobei wir auch hier versuchten die Autobahn weitgehend zu vermeiden. Auf Grund fürchterlicher Ausschilderungen in Bayern gelang uns dies aber nicht und so fuhren wir dann gelegentlich doch auf die Autobahn, damit wir voran kamen. Alles in allem dauerte die Fahrt am zweiten Tag fast 8 Stunden. Fazit: Ein wunderschöner, aber auch anstrengender Urlaub von knapp einer Woche Dauer und einer Kilometerleistung von ca. 2.000 Kilometern ging mit Superwetter zu Ende. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal in Slowenien. |
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