Tschernobyl-KinderThür2010
09. - 11.07.2010
Organisator: Freunde
Das ist eine Linie

In diesem Jahr habe ich endlich rechtzeitig genug Urlaub für dieses alljährliche Event eingereicht, um mit Liane zusammen daran teilzunehmen.
Seit vielen Jahren geht es an diesem Wochenende darum, dass ein Triker oder ein Trikerpaar ein Kind betreuen, welches an den mittelbaren oder unmittelbaren Folgen der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 leidet.
Damals explodierte einer von vier Atomreaktoren des Atomkraftwerks in der Nähe von Tschernobyl und verstrahlte fast ganz Europa - vor allem aber die Region im Dreiländereck von Russland, Weißrussland und der Ukraine. Noch heute leiden vielen Menschen an den Folgen dieser Katastrophe und die Strahlungsschäden und die Spätfolgen werden von Generation zu Generation im Erbgut an die Kinder weitergegeben. Die Folge ist, dass es zu Mißbildungen, Krebserkrankungen, Imunschwächen und vielen anderen Krankheiten kommt - ganz abgesehen von den sozialen Folgen (Umsiedlungen ganzer Städte, Dörfer und Höfe, Arbeitslosigkeit, finanzielle Not und zerrissene Familien durch den Tod eines Familienmitglieds auf Grund der Katastrophe).
Fragt man die verantwortlichen Regierungen, bekommt man natürlich nur Dementis zu diesen Vorwürfen.
Wer mehr darüber erfahren möchte, sei auf folgenden Link verwiesen:
 
http://www.angelfire.com/extreme4/kiddofspeed/index_de.html

Und nun zur eigentlichen Veranstaltung.
Die ist wie in den Jahren zuvor sehr gut durchorganisiert. Es geht darum, mit den Kindern Spaß zu haben und sie sowohl gesundheitlich als auch psychisch "aufzupeppeln". Natürlich bekommen sie von ihren Patentrikern auch einiges an kleinen Geschenken und Aufmerksamkeiten. Liane und ich bekamen - weil wir zum ersten Mal dabei waren - ein Mädchen zugeteilt, welches ebenfalls zum ersten Mal dabei war: es war die bezaubernde und liebenswerte 14jährige Olga. Sie ist uns in diesen drei Tagen so richtig ans Herz gewachsen!
Wie auch in den Jahren zuvor zelteten die Triker zusammen mit den Kindern. Dieses Jahr allerdings direkt in Thür bei der Mehrzweckhalle. Dies bot allerlei Vorzüge, denn wir konnten die dort vorhandenen ortsfesten Anlagen (WC, Küche, Aufenthaltsraum) nutzen. Vielen Dank von hier aus an die Gemeinde Thür!
Dieses Wochenende läuft immer so ab, dass jeder dort anpackt, wo Arbeit anliegt. Es gibt keine großen Pläne, wer was macht, sondern jeder greift zu, wo es notwendig ist. Man sollte es kaum glauben - aber das funktioniert richtig gut. Es treffen dort auch Trikefreunde zusammen, die sich schon seit vielen Jahren kennen und ich zählte mindestens sieben verschiedene Triker-Colours und dazu jede Menge Free-Triker.

Der Freitag wurde dem Kennenlernen und dem Auffrischen der Beziehungen gewidmet. Die Kinder kommen in der Regel jedes Jahr wieder und bekommen die gleichen Gasteltern und Patentriker, so dass sich auch eine wundervolle Beziehung aufbauen lässt. Auch wir lernten die Gastmutter Petra kennen, bei der unsere Olga hier in Deutschland für diese Zeit untergebracht ist. Sie konnte uns auch einiges zur Hintergrundgeschichte von Olga erzählen. Zusammen mit den Betreuern der Kinder und einigen Trikern wurden die Zelte der Kinder aufgeschlagen und eingerichtet. Im Laufe des Tages trudelten dann auch die restlichen Triker ein, die arbeiten mussten oder längere Anfahrtswege hatten. Natürlich kam später auch das Feiern nicht zu kurz.
Die Kinder spielten, bastelten oder vergnügten sich an diversen Wasserspielen, die bei der großen Hitze (35 Grad) sehr beliebt waren.

Am Samstag kam dann die große Ausfahrt mit den Kindern. Wie schon in den Jahren zuvor gab es hier drei Stationen. Als erstes fuhren wir zu einer Pizzeria, die sich bereit erklärt hat das Projekt zu unterstützen und für alle Kinder Gratispizza zur Verfügung zu stellen. Nach dieser Stärkung ging es weiter zu einer Rheinüberquerung per Fähre und anschließend zu einer Eisdiele, die ebenfalls schon seit einigen Jahren kostenlos Eis für die Kinder ausgibt. Vielen Dank auch von hier für dieses Engagement.
Insgesamt führte und die Ausfahrt über wundervolle Straßen und Wege und zu ca. 150 Kilometern Länge! Das war bei dieser Hitze nicht nur ein großes Vergnügen, sondern vor allem auch richtig Stress! Olga, die zum ersten Mal in ihrem Leben auf einem Trike saß, hatte anfangs noch ein wenig Bange, aber später bekam sie das Lächeln kaum noch aus dem Gesicht und riß dann auch vergnügt schreiend beide Arme in die Luft!
 
Zurück auf dem Platz gab es erst Mal eine mächtige Wasserschlacht zwischen Trikern und Kindern. Mit viel Hinterlist und Teamgeist gewannen die Kinder diese Schlacht knapp und wir Triker gaben uns geschlagen.
Am Abend kamen dann noch einige der Gasteltern und es gab einen gemütlichen Umtrunk.
 
Essen und Getränke gab es zum Selbstkostenpreis und zubereitet wurde alles von den freiwillig helfenden Trikern - ebenso wie alle anderen Arbeiten von jedem Anwesenden erledigt wurden.
 
Am Sonntag wurde dann erst Mal ausgeschlafen und gegen Mittag das Zeltlager abgebaut. Nach dem Essen kam, was kommen musste: die Verabschiedung!
Diese fiel allen sichtlich schwer. Da flossen fielen Abschiedstränen und es wurde geknuddelt und gedrückt soweit das Auge sah. Zuerst musste sich ein Trikepartner verabschieden, denn der zweite Triker fuhr sein Kind noch zur Jugendherberge, wo der Erholungsurlaub für die Kinder weiterging. Als dann bei der Jugendherberge auch mein Abschied von Olga anstand, wollten Olga und ich uns gar nicht mehr loslassen. Liane und ich haben die süße Olga ganz tief in unser Herz geschlossen und wir hoffen sehr, dass wir uns im nächsten Jahr wieder hier in Deutschland treffen werden.
Als nächstes werden wir uns dann zum Jahresende daran beteiligen Pakete für die Kinder und ihre Familien zu packen und zu versenden - für Liane und mich natürlich ganz besonders für Olga, ihre Mutter und ihren Bruder!
Danke an die Gastfamilien, die Triker, die Sponsoren und vor allem ab die Betreuer Natascha, Andre und den "Doc" für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Kinder!!
Danke auch an Nobby und seine Leute für die großzügige Spende von 2000,- € - dem Erlös seines Triketreffens, den er zum wiederholten Male für die Tschernobyl-Kinder spendet.
 
Als Fazit kann ich nur sagen:
 
Es war mit Abstand die schönste und emotionalste Erfahrung, die ich in der langen Zeit meines Trikerlebens mitmachen durfte und Liane und ich freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr, wenn wir unsere Olga wieder in die Arme schließen können!
Danke an alle beteiligten Helfer, die sich traditionell und zeremoniell per gemeinsamen Handschlag wieder dazu verpflichtet haben auch im nächsten Jahr dabei zu sein!
 
Viel Spaß bei 547 Bildern (Danke auch an Mike und Gerhard für das Bildmaterial)!




Für unsere russischen Leser habe ich den Bericht von einem befreundeten Kollegen auf kyrillisch übersetzen lassen. Vielen Dank an dich Wladimir!

В этом году я наконец-то смог взять своевременно отпуск для того, чтобы вместе с Лианой принять участие во встрече трайкеров которые заботятся о детях пострадавших от последствий Чернобыльской катастрофы. Вот уже в течении четырех лет в эти выходные каждый трайкер или семья трайкеров заботятся о ребенке, который страдает от последствий Чернобыльской катастрофы.
Вот уже в течении четырех лет в эти выходные каждый трайкер или семья трайкеров заботятся о ребенке, который страдает от последствий Чернобыльской катастрофы.
Тогда взорвался один из реакторов Чернобыльской АЭС. Радиактивным излучением была заражена почти вся территория Европы, прежде всего регион в треугольнике Россия ,Украина и Белоруссия. До сегодняшних дней многие люди страдают от последствий этой аварии. Последствия этого излучения передаются по наследству. Последствиями являются раковые заболевания, заболевания иммунной системы и многие другие, не говоря уже о социальных последствиях (переселение городов и деревень ,безработица и связанный с ней финансовый кризис, разорванные семьи, в следствии гибели членов семьи). Обращение к ответственным лицам не приносит никаких результатов .
 
Подробнее о Чернобыльской катастрофе вы можете узнать в интернете на сайте www.augelfire.com/extreme4/kiddofspeed

Теперь воэвращаемся к нашему меропрятию. Как и в прошлые годы эта встреча очень хорошо организована. Мы хотим чтобы дети провели радостно и весело это время и улучшили своё психическое и физическое состояние здоровья. Кроме этого эти дети получат от трайкеров и их семей небольшие подарки и много внимания. Мы с Лианой, так как мы в первый раз учавствуем в этом мероприятии, получили жизнерадостную 14летню девочку по имен Ольга, которая тоже в первый раз учавствует в этом меропрятии. К которой мы за эти 3 дня очень привязались.

Как и в прошлые годы жили дети вместе с трайкерами в ихних палатках. В этом году возле спортивного зала в Тюре, что давало нам возможность пользоваться туалетами, кухней и актовым залом. Большое спасибо общине Тюра.

Эти выходные всегда проходят таким образом, что каждый делает ту работу, которая в данный момент необходима. Мы не строим больших планов, а просто каждый делает то, что нужно. Вы не поверите, но это функционирует. Здесь встречаются друзья трайкеры, которые уже много лет знакомы друг с другом, я насчитал не менее семи различных групп трайкеров и много свободных трайкеров.

Пятница была посвящена знакомству с новыми детьми и встрече с теми, которых трайкеры уже знают. Как правило приезжают каждый год те же дети, которые уже учавствовали в этом мероприятии и получают тех же "приёмных родителей" и трайкеров, что и в прошлом году. Это позволяет ближе познакомиться с детьми и подружиться с ними.
Мы также познакомились с Петрой , у которой наша Ольга проживает во время пребывания в Германии. Она рассказала нам немного о Ольге и ее проблемах. Потом мы вместе с "приемными родителями" и трайкерами , установили палатки для детей. В течении дня приехали еще и остальные трайкеры, которые должны были в пятницу дольше работать или которым понадобилось больше времени на дорогу. Конечно же мы отпразновали позже их прибытие .Дети играли, мастерили и участвовали в водных играх, что при температуре 35 градусов им очень понравилось.

В субботу был большой выезд с детьми . Как и в прошлые годы здесь было три остановки в пути . Сначало мы сделали остановку в пиццерии,которая поддержала наш проект и приготовила бесплатные пиццы для детей .
После этого подкрепления мы поехали к переправе через Рейн и переправились на другую сторону Рейна на пароме, после чего пошли в кафе" Мороженое ",где дети тоже получили бесплатное мороженое . Мы очень благодарны сотрудникам кафе за их поддержку .Всего мы проехали в этот день по прекрасным улицам и дорогам около 150 км.

При такой жаре было это не только большое удовольствие , но настоящий стресс. Ольга ,которая в первый раз в жизни увидела трайк, сначала немного боялась, но после того, как она немного привыкла, улыбка не сходила с ее лица, и она то и дело от удовольствия с криком вскидывала руки вверх.
Когда мы вернулись назад, в наш палаточный городок,состоялась" Водяная битва" между детьми и трайкерами, которую дети с большим успехом выиграили . Вечером приехали еще некоторые "приемные родители" и состоялся небольшой пикник .

Еда и напитки продавались по их себестоимости и были приготовлены трайкерами, которые также добровольно обслуживали всех присутствовавших.

В воскресенье,после того,как все выспались,примерно в обеденное время мы свернули наш палаточный городок. И после обеда настало время расставания.

Расставание далось нам очень тяжело. Было пролито очень много слез и всюду куда не посмотришь, было видно много обнимающихся людей. Сначала попрощались трайкеры ,потому ,что многие из них должны были отвезти детей к месту их проживания в Германии,где они продолжат свой отдых. Во время расставания Ольга не хотела нас отпускать .Мы с Лианой полюбили Ольгу всем сердцем. И очень надеемся в следующем году снова встретиться с ней в Германии. В конце года, к Рождеству мы с Лианой собираемся послать посылку для Ольги и ее семьи.

Большое спасибо семьям ,которые принимали у себя детей, трайкерам,спонсорам и прежде всего Наташе и Андре за их неутомимый труд во имя детей.

Большое спасибо также Nobby и его людям, за их пожертвование в размере 2000евро ,это весь доход от встречи трайкеров,который по традиции жертвуется детям пострадавшим от последствий Чернобыльской катастрофы.

В конце еще хочу добавить ,что это было одно из лучших эмоциональных событий, которое я пережил в моей жизни в качестве трайкера. Мы с Лианой будем рады в следующем году снова встретиться с Ольгой и заключить в свои объятия.

Спасибо всем помощникам ,которые по традиции принимали участиие в этой встрече и хотят также в следующем году оказать нам помощь.

Желаю всем приятного просмотра 547 фотографий (спасибо художникам: Майке и Герхарду).

СПАСИБО ЗА ВАШЕ СТАРАНИЕ !

 Übersetzt von Wladimir Dronow und Anna Schmelzer.

   
     

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