Kronau2010
Triker-HochzeitLiane und Black Eagle Triker
03.09. - 05.09.2010
Organisator: Trike Rebels 2005 und Nordbadentriker
Das ist eine Linie

So - es ist geschehen!
Und es wird diesmal ein seeeeehr langer Bericht!
Wir haben das dritte Treffen in Kronau gut über die Runden bekommen. In diesem Jahr wurde das Treffen von zwei Triker-Stammtischen und dem Restaurant "Razze Butz" ausgerichtet. Die erstmals bei einem Triketreffen organisierenden "Trike Rebels 2005" haben sich dabei so richtig ins Zeug gelegt und wirklich in erheblichem Maße zum Gelingen des Triketreffens beigetragen. Zeitweise hatte man den Eindruck, dass die Rebels sich geklont hätten, denn sie waren immer und überall präsent. Super Sache!
Der Stammtisch der "Nordbadentriker" hatte ja schon in den Jahren 2004 und 2005 die Triketreffen in Kronau auf die Beine gestellt. Damals mit dem Wirt und den Helfern des Keglerheims. Rein zahlenmäßig waren sie aber nicht mehr so präsent, wie in den Jahren zuvor, da sich der Stammtisch in den letzten Jahren verkleinert und personell stark verändert hatte. Aber so ist das nun mal mit locker zusammenwirkenden Stammtischen ohne Vereinsklausereien!
Um so mehr freute es mich, dass "alte" Nordbadentriker von früher aufgetaucht waren und tatkräftig anpackten, wo es was anzupacken gab. Zusammen mit den weniger gewordenen aktiven Nordbadentrikern und den Trike Rebels waren daher so einige Helfer vor Ort.
Besonders erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang noch, dass es uns aber ganz besonders freute, viele Freunde unter den Helfern zu finden, die keinem der beiden Stammtische angehörten - allen voran unseren Freunden Mike, Simone, Gerhard, Christine, Thomas, Zindi und anderen Trikern, die schon frühzeitig angereist waren und dann auch beim Aufbau behilflich waren, wie z.B. Upi und Strahli.
Es ist zwar ungewöhnlich - aber dennoch möchte ich für dieses spezielle Treffen gerne eine (hoffentlich) vollständige Liste der Helfer zeigen, denn gerade weil es so ein gemischter Haufen von Leuten war, ist es umso erfreulicher, dass alles so nahezu reibungslos geklappt hat.

(alphabetische Reihenfolge)
  • Achim (Nichttriker, Bruder von Gerhard),
  • Adnan (Nordbadentriker),
  • Ado (Nordbadentriker),
  • Angelika (Wirtin Razze Butz),
  • Berthold (früherer Nordbadentriker),
  • Carmen (frühere Nordbadentrikerin),
  • Christel (Nordbadentrikerin),
  • Christine (Trikerin),
  • Gabi (Trikerin),
  • Gerhard (Triker),
  • Gitte (Trike Rebel)
  • Heike (Nordbadentrikerin),
  • Irma (Trike Rebel),
  • Jochen (Nordbadentriker),
  • Karl-Heinz (Triker),
  • Kurt (Nordbadentriker),
  • Männel (Trike Rebel),
  • Manfred (Nordbadentriker),
  • Marc (Wirt Razze Butz),
  • Marliese (Country Club Brühl),
  • Martina Grimmer,
  • Michael (Biker und Country Club Brühl),
  • Mike (Triker und Trauzeuge),
  • Peter (Triker),
  • Rainer (Trike Rebel),
  • Rainer (Triker),
  • Simone (Trikerin),
  • Strahli (Trikerin),
  • Sylvia (Trike Rebel),
  • Thomas (Triker),
  • Upi (Triker),
  • Werner (Nordbadentriker),
  • Willi (Triker),
  • Winfried (früherer Nordbadentriker),
  • Wolfgang (Trike Rebel)
  • Zindi (Trikerin),


  • Außerdem Dank an die Helfer vom "Country Club Brühl",
    an die Helfer von Marc und Angelika bei der Bewirtung,
    an die zahlreichen Kuchenspender,
    und vor allem für die vielen Glückwünsche und Geschenke für Liane und mich!

Ja - denn bei diesem Treffen gab es auch ein ganz besonderes Highlight:
die Hochzeit von Liane und mir!
Doch dazu später mehr.

Vorerst möchte ich auch hier noch ein paar ganz gesondere Dankesworte an bestimmte Leute richten, die mit dazu beigetragen haben, diesen besonderen Tag im Leben von Liane und mir zu einer Traumhochzeit werden zu lassen.
Dank an:
  • Annette - fürs Fotografieren,
  • Firma Bender Kaiserslautern - für das Dekomaterial bei der Trauung,
  • Firma BOOM Trikes - für die Spenden bei der Verlosung,
  • Egon - fürs Fotografieren,
  • Gothaer Versicherung für das Sponsern,
  • Heike - für ihr Lied bei der Trauung (es war traumhaft),
  • Jochen - er weiß wofür,
  • Männel - für die Sektspende,
  • Marc und Angelika - für ihren Mut und ihr Engagment das Ding mit uns durchzuziehen,
  • Firma Mussona - für die Spenden bei der Verlosung,
  • Norbert - für das wunderbare Feuerwerk,
  • Rainer - für die technische Hilfe an defekten Trikes,
  • Firma Rewaco Trikes - für die Spenden bei der Verlosung,
  • Rudi - für die technische Hilfe an defekten Trikes,
  • Sabrina - fürs Filmen,
  • Thomas - für die technische Hilfe an defekten Trikes und so viel mehr,
  • Walter - für die Hochzeitstorte,
  • Wolfgang - für die andere Hochzeitstorte,

Außerdem Dank an:
- die Standesbeamtin Frau Chalupper für ihren Humor und ihre Ruhe,
- unseren Nachbarn Marco, Jenny, Britta, Udo, Annette und Stefan für ihren Einsatz rund um den Sektempfang am Schloss,
- meinen Kollegen und den Jungs von der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee für ihren Einsatz rund um den Sektempfang am Schloss,
- den Pfarrer Koch aus Ubstadt-Weiher für seine Improvisationskunst,
- den Keyboarder der Band "Handmade" für seine Improvisationskunst und die musikalische Begleitung der Trauung,
- den Soundmixer für seinen Einsatz und seine Geduld mit mir,
- den Absperrern bei der Ausfahrt für ihren Einsatz,
- die Autofahrer, die wegen der Kolonne warten mussten für ihreGeduld und ihr Verständnis,
- allen Trikern und Freunden für ihre Benachrichtigung leider nicht kommen zu können,
- alle anderen ungenannten Helfern im Vorder- und Hintergrund für ihren Einsatz bei dem Triketreffen und der Hochzeit,
- und an alle für ihre zahlreiche Teilnahme an diesem Event!

Ganz besonderer Dank gilt unseren Familien, die zum Teil sehr weite Wege auf sich genommen haben, um an der Hochzeit teilzunehmen.
Meine Familie weiß, dass ich nicht so sehr auf Familienfestlichkeiten stehe und es ist bei uns vollkommen normal nur lockeren Kontakt zueinander zu pflegen. Umso mehr freute es mich besonders meine Mutter und ihren Mann, meinen Bruder mit seiner Familie und meine Schwester mit ihrem Sohn und einem Freund bei diesem wichtigen Tag in meinem Leben dabei gehabt z haben. DANKE!
Danke auch an Lianes Familie für ihr Kommen: Ihre Mutter Else mit Partner Klaus, ihren Kindern Sabrina und Tobias mit ihren Lebensgefährten Sascha und Chris, Lianes Schwester Angelika mit Partner Rolf und mit den Kindern Selina und Marvin, sowie Lianes Tante und ihrem Mann.

Ich hoffe niemanden vergessen zu haben und wenn doch, möge man es mir verzeihen - dieses Wochenende habe ich in großen Teilen wie auf einer Wolke schwebend erlebt.!
 
Bevor ich nun zum eigentlich Bericht komme, möchte ich mich - auch im Namen von Liane - bei all denen entschuldigen, für die wir beide an diesem Wochenende zu wenig Zeit gehabt hatten. Ich glaube wir hätten uns mehrfach klonen müssen, um so lange bei unseren Gästen, Freunden und Familienangehörigen sitzen zu können, wie wir es uns gerne gewünscht hätten.
 
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Und nun wieder zurück zum eigentlichen Triketreffen und der Hochzeit.
Alles begann mit dem Aufbau des Festzeltes am Montag den 01.09.2010. In Erwartung einer großen Anzahl von Gästen, haben wir ein 42 Meter langes Festzelt errichtet, zusätzlich auch noch vor dem Festzelt einige Biertischgarnituren aufgestellt. Insgesamt konnten wir dadurch ca. 700 Sitzplätze anbieten. Dazu kam natürlich noch der Platz rund um den Bierwagen mit 10 Stehbiertischen und der Barbereich mit Platz für 50 bis 60 Personen.
Leider kamen nicht ganz so viele Triker, wie wir uns erhofft hatten und ich denke, das war vielleicht mit meine Schuld. Offensichtlich kam es doch bei einigen Trikern so an, als ob das Triketreffen nur wegen der Hochzeit statt findet. Fakt ist aber, dass es andersherum war. Erst kam der Termin für das Triketreffen zustande und dieses hätte ursprünglich auf der Westernranch des Buffalo Country Clubs in Brühl stattfinden sollen. Als Liane und ich dann an die Planung unserer Hochzeit gingen, fragten wir bei den beiden organisierenden Stammtischen (Trike Rebels 2005 und Nordbadentriker) und beim Countryclub nach, ob wir unsere Trauung im Rahmen des Triketreffens abhalten könnten, denn die Ranch verfügt über eine kleine geweihte Kapelle, die optimal für die Trauung gewesen wäre.
Im Laufe der Planung ergab es sich, dass das Treffen doch nicht auf der Ranch statt finden konnte und wir zogen um nach Kronau. Meine durch die eigene Hochzeit persönlich beeinflusste "Werbung" für das Treffen, mag in der Folge bei dem ein oder anderen den Eindruck erweckt haben, dass dies "nur" eine Triker-Hochzeit werden würde und kein offizielles Triketreffen. Dem war aber nicht so. Meine Doppelrollen als Mitorganisator und Hochzeitsvorbereiter haben sich zwangsläufig vermischt und es tut mir leid, wenn der ein oder andere den Charakter dieses Treffens missverstanden hat. Man möge es mir nachsehen.
Dennoch soll hier nicht der Eindruck entstehen, dass es ein schlecht besuchtes Triketreffen war - ganz im Gegenteil!
Daher möchte ich hier auch gleich mal ganz offiziell die Zahl der anwesenden Trikes richtigstellen, denn in den diversen Medien tauchen immer wieder falsche Zahlen auf, die auf Grund der falschen Aussage eines Einzelnen entstanden sind.
Auf der Ausfahrt zum Schloss Stutensee fuhren gezählte 139 Trikes mit. Dadurch, dass einige Trikes direkt dorthin kamen und die zweite Trikekolonne, die mit der Braut zum Schloss fuhr, ebenfalls mit der großen Kolonne zurückkam, ergab es sich, dass 179 Trikes auf den Platz nach Kronau zurückkamen. Auf dem Platz verblieben weitere 34 Trikes. Später am Samstag kamen noch weitere 30 bis 40 Tagesgäste und mit den 10 bis 20 Tagesgästen vom Freitag kommen wir so auf eine Gesamtzahl von ca. 260 bis 270 Trikes, die dieses Treffen besucht haben!
Das ist eine sehr stattliche Zahl und es hat uns riesig gefreut so viele Triker begrüßen zu können.

Ansonsten ist es - wie auch schon bei den anderen beiden Triketreffen, bei denen ich Mitorganisator war - schwer, etwas zu der Qualität des Treffens zu schreiben. Daher belasse ich es bei den Fakten, ohne sie zu bewerten.
Am Freitag hatten wir die Band "Choke" im Festzelt, die für Stimmung gesorgt hat.
Später am Abend gab es den Junggesellenabschied für Liane und mich, den sich unsere Trikefreunde für uns ausgedacht haben. Wir mussten beide duch das Festzelt und über den Platz laufen und alle möglichen Dinge verkaufen, bzw. Liane muste Lose verkaufen und dann Luftballontiere basteln, Gedichte aufsagen, Singen, Schminken usw.
Das war echt lustig und unsere Gäste machten auch alle fleißig mit. Danke dafür!
In einer der Bandpausen trat auch ein mir bekannter Solosänger auf, den ich für besonders talentiert halte - was auch der Grund war, warum ich ihm die Chance bot, in diesem Rahmen aufzutreten. Ich fand er hatte seine Sache richtig gut gemacht. Danke Steve!
Auch unsere Trikefreunde rund um die "Alten Wilden" und deren näherer Freundeskreis hatten dann noch zwei lustige T-Shirts für Liane und mich, die wir dann den Rest des Abends tragen "durften" (oder mussten?)! Wie auch immer: Danke auch dafür!
Der Rest des abends diente Liane und mir - und ich hoffe den anwesenden Gästen auch - zum Abfeiern!
Da wir am nächsten Tag früh aufstehen und Trike fahren mussten, begaben sich Liane und ich früh zu Bett. Liane allerdings früher als ich, denn mein Trauzeuge Mike, der eigentlich auf mich aufpassen sollte damit ich nicht versacke, versackte selber! Na toll! Nach dem insgesamt fünften "Absacker" ließ ich ihn dann in der Bar stehen und ging eben selbständig in die Heia! hihihi...

Der nächste Morgen fing dann genauso an, wie der Abend zuvor endete - mit der Suche nach meinem Trauzeugen. Der war einfach mal nach Hause gefahren, um sich dort zu duschen und was weiß ich nicht alles.....
Ich verzweifelte auf dem Platz schon fast, weil ich seine Unterstützung suchte und er kam dann irgendwann in aller Seelenruhe angedackelt und meinte, warum ich denn so aufgeregt wäre. Witzbold!
Die Trike Rebels halfen derweil bei der Besprechung mit den Absperrern für die Ausfahrt und Gerhard teilte die Hochzeitsbänder für die Fahrzeuge aus.
Die Kamerafrau Sabrina (Lianes Tochter) nahm beim Alten Wilden Hartmut auf dem Bike Platz und dann führte ich die Kolonne nach Stutensee zur standesamtlichen Trauung ins dortige Schloss.
Dadurch wurde mein Sozius frei und der Herausgeber der Triker Szene Dieter Drasdo nahm Sabrinas Platz auf meinem Beifahrersitz ein.
Dort trafen wir dann auf die Hochzeitskolonne von Liane.
Das Chaos begann damit, dass Liane auf dem Weg zum Schloss merkte, dass sie ihren Brautstrauß zu Hause vergessen hatte. Daher musste meine Schwester mit Höchstgeschwindigkeit nach Hause brettern, um den Strauß zu holen.
Ein Teil der Kolonne fuhr derweil auf den Rundweg vor dem Schloss, während das Gros auf die Wiese beim vorbereiteten Sektempfang parken konnte.
Zusammen mit ca. 350 bis 400 Gästen wartete ich dann vor dem Schloss auf das Eintreffen meiner Braut. Diese kam dann auch endlich auf dem perlmuttfarbenen Trike von Zindi vorgefahren. Zindi hatte einen Frack mit Zylinder und weißen Handschuhen an und meine Liane saß auf dem Sozius, wie die wahr gewordene Vorstellung einer weiß gekleideten Göttin der Liebe! Sie sah einfach absolut hammermäßig schön aus!
Unter lautem Zurufen und ganz vielen Schönheitsbekundungen für die Braut führte ich sie dann ins Trauzimmer des Schlosses. Dort gingen aus Platzgründen erst mal nur die nächsten Familienangehörigen, die Trauzeugen  und die "offiziellen" Kameraleute rein. Im saalmäßigen Vorzimmer fanden dann aber auch ca. 50 Leute Platz, die die Trauung durch die geöffneten Doppeltüren mitverfolgen konnten. Der Rest wartete derweil vor dem Schloss auf unsere Rückkehr.
Der Brautstrauß kam zum Glück dann noch rechtzeitig bei Liane an und wurde von meiner atemlosen Schwester überreicht, als wir gerade von der Standesbeamtin begrüßt wurden. Danke mein Engel!
Nachdem ich mein "Ja-Wort" laut und vernehmlich ertönen ließ, meinte Liane gleich mal, dass sie das noch viel lauter könne und schrie das ihrige "Ja-Wort" lauthals heraus, so dass die Standesbeamtin erst mal zusammenzuckte. Auf das Handzeichen von Uwe (glaube ich) am Fenster des Schlosses fingen dann auch noch die 300 Leute vor dem Schloss an zu jubeln und Beifall zu klatschen, so dass es in der Folge schwer war, den Worten der Standesbeamtin zu folgen. Die war aber nur am Grinsen und nahm uns das Spektakel nicht böse!
Als dann unser Lied gespielt werden sollte - Du bist das Beste, was mir je passiert ist von Silbermond - passierte die nächste Panne. Ich hatte das Lied nämlich nur im MP3-Format auf der CD und der CD-Player der Standesbeamtin konnte keine MP3-Dateien abspielen. Schade! Es wäre so schön gewesen.....
Dann bot sie uns an, ein Lied aus ihrer Liste auszuwählen, was wir auch taten. Allerdings spielte sie dann aber ein ganz anderes Lied ab - die nächste Panne! Aber wir ließen das Lied erst mal laufen und sagten nix - grinsten uns nur gegenseitig an!
Beim Verlassen des Schlosses brandete uns ein wundervoller Jubel und Applaus entgegen, der mir erneut die Tränen in die Augen trieb. Es war ein absolut unbeschreiblich schönes Gefühl, so begrüßt zu werden. Vielen Dank an euch!
Wir fuhren dann erst mal mit den Trikes zum Sektempfang auf den Parkplatz, wo unsere Nachbarn und meine Arbeitskollegen ein wunderbares Buffet und die Getränke aufgebaut haben. Auch an diese Adresse hier noch mal ein ganz großes DANKE SCHÖN!
Endlich war auch Zeit für die Gratulationen, die wir so gerne entgegennahmen!
Anschließend machten wir noch ein paar Bilder fürs Familienalbum und dann ging es auch bald wieder auf die Rückreise nach Kronau.
 
Dort hatten inzwischen die Frauen der Trike Rebels das Festzelt hochzeitlich geschmückt und das Ergebnis war absolut traumhaft. Vielen Dank für eure Kreativität und die wundervolle Dekoration. Das Dekomaterial wurde im Übrigen von der Firma Bender in Kaiserslautern kostenlos zur Verfügung gestellt (dort arbeitet Liane). Vielen Dank auch an euch!
Um 15:30 Uhr war es dann soweit:
die kirchliche Trauung!
 
Und das Chaos mit den Pannen ging munter weiter!
Geplant war - und der aufmerksame Leser der ausgelegten Kirchenhefte wird es gemerkt haben - das die Zeremonie durch Glockengeläut eingeläutet werden sollte. Dazu hatte ich mir extra das Glockengeläut der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin besorgt, damit ich bei meiner Trauung auch etwas heimatliches habe und damit Liane mit Glockengeläut heiraten konnte. Pfeifendeckel!
Auch hier hatte ich die Lieder als MP3-Dateien auf eine CD gebrannt und der CD-Spieler des Soundmischers konnte ebenfalls keine MP3-Dateien lesen!
Gemerkt habe ich dies erst - und der Soundmixer auch - als ich mit dem Pfarrer Koch aus Ubstadt-Weiher vorne am Altar stand und auf das Geläut wartete. Es kam aber nicht! ! ! ! !
Die Katastrophe schien perfekt!
Der gesamte Ablauf der Trauungszeremonie baute auf diese CD auf!
Das bedeutete, dass auch der Hochzeitsmarsch, das Traulied von Shania Twain und der abschließende Gospelsong für den Ausmarsch nicht laufen würden!
Jetzt hieß es improvisieren!
Ich beugte mich zum Pfarrer rüber, nahm sein Kirchenheft und einen Kugelschreiber zur Hand, strich die entsprechenden Passagen aus seinem Heft heraus und meinte völlig geschockt zu ihm: "die CD läuft nicht - wir müssen improvisieren!" Herr Koch wurde nicht nur blass, sondern auch erst mal sprachlos!
Dann gab ich dem Keyboarder der Band "Handmade" ein Zeichen, ob er den Hochzeitsmarsch spielen könne, was er zum Glück bejahte und loslegte.
Die eh schon nervöse Liane wurde dann von ihrem Sohn Tobias durch das Zelt geführt, das gefühlte 200 Meter Länge hatte und keine 42. Völlig verstört fragte sie mich, warum die Glocken nicht geläutet hätten. Ich flüsterte ihr zu, dass die CD nicht läuft, woraufhin sie erst mal sprachlos war. Man sieht es ihrem Gesicht auch deutlich an, wie es in ihrem Inneren rumort und sie sich alle möglichen Gedanken machte, wie das jetzt noch gut gehen soll!
Ständig flüsterten wir miteinander und ich versuchte sie zu beruhigen, dass wir das schon irgendwie hinkriegen würden. Sie sprach dann mitten in der Trauung eine Frau an, die in ihrer Nähe stand und winkte sie zu sich. Die Frau kam auch ganz aufgeschreckt angeschlichen und Liane trug ihr auf, den Keyborder zu fragen, ob er einen Gospelsong spielen könne, für den späteren Ausmarsch. Die Frau ging zum Keyborder und fragte ihn, was bei diesem zu hektischem Geblättere in seinen Noten führte.
Unser für abends geplante Hochzeitstanz war ebenfalls nur im MP3-Format vorhanden, so dass Liane hier auch schon panikartige Bedenken bekam. Auch diese versuchte ich ständig zu entschärfen und versprach mir bis dahin was auszudenken.
Man beachte: das alles während der eigenen Hochzeitszeremonie!!!!
Irgendwann obsiegte dann der Galgenhumor bei Liane und mir und auch diese Phase sah und sieht man unseren Gesichtern auf den Bildern an.
Als dann die Heike ihren live vorgetragenen Song "The Rose" zum Besten gab, war die Trauung endgültig gerettet. Das war so wunderschön und berührend, dass es das Fehlen der anderen Lieder wieder wett machte und so manchem die Tränen in die Augen schießen ließ.
Weil dem Pfarrer die Beteiligung an den beiden Kirchenliedern nicht so ganz ausreichte, legte er noch spontan eine Schippe drauf, schnappte sich das Mikrofon und stimmte ein nahezu jedem bekanntes Kirchenlied an: "Amen"! Da sangen dann auch nahezu alle ca. 700 Gäste der Zeremonie mit! Klasse!
Dann machte mir Liane auch noch eine nicht geplante Liebeserklärung mit dem Mikro - und spätestens jetzt war es mir auch völlig egal, ob die CD lief oder nicht.
Bei den Fürbitten gab es die nächste Überraschung!
Geplant waren fünf Stück - unsere beiden Trauzeugen, meine SChwester und Lianes Kinder. So weit so gut. Als die fünfte Fürbitte gelesen war, trat Pfarrer Koch planmäßig wieder ans Mikro und wurde plötzlich von einer Frau verdrängt, die eine sechste Fürbitte vorlas! Liane und ich guckten uns an und fragten uns gegenseitig, wer das denn war. Witzigerweise kannte keiner von uns beiden diese Frau! Hammer!
Herr Koch nahms gelassen und fuhr anschließend im Programm fort.
Beim Auszug gab der Keyborder dann erneut alles und spielte tatsächlich einen Gospelsong zum Ausmarsch! Super der Mann!
Fazit:
Auch wenn irgendwie nicht alles so gaklappt hat, wie es geplant war, wurde diese Trauung zu einer absoluten Traumhochzeit. Das lag vor allem an dem wundervollen Lied von Heike, aber auch am Improvisationstalent des Pfarrers und des Keyborders! Vielleicht war die Trauung auch deswegen besonders schön, weil es diese Pannen gab!
 
Draußen vor dem Zelt wartete derweil die nächste Überraschung für Liane, denn ich hatte für uns einen Stall voll weißer Hochzeitstauben bestellt.
Nach einem wunderschönen Gedicht - vorgetragen vom Taubenzüchter - gab er Liane und mir jeweils eine Taube in die Hand, die wir auf Kommando frei ließen um anschließend die anderen Tauben aus ihren hübsch dekorierten Körben zu entlassen. Ich denke auch darüber hat sich Liane sehr gefreut.
 
Dann ging erneut eine große Gratulationsorgie auf uns hernieder und wir wurden mit Geschenken uns Präsenten nur so überhäuft. Vielen Dank an alle dafür und auch für die vielen kreativen Ideen, die uns am nächsten Abend noch bis spät in die Nacht hinein fesselten, als wir sie in aller Ruhe und mit viel Zeit auspackten. Danke!
 
Im Anschluss wurden wir hin- und hergezerrt. Jeder wollte ein Stück von uns abhaben. Das war Stress - aber schöner Stress! Am einen Ende gab es Geschenke eines befreundeten Trikerclubs, im nächsten Moment mussten Liane und ich mit auf den Campingplatz, weil einige andere Freunde sich ein Lied für uns ausgedacht hatten, das sie uns nun vortrugen, dann wieder zurück ins Zelt und die nächsten Glückwünsche entgegennehmen..... und so weiter .... und so fort! Es war fast schon beängstigend - aber schön! Wir haben es beide sehr genossen!

Später gab es das obligatorische Anschneiden der Hochzeitstorte.
An dieser Stelle ganz großen Dank an die beiden Bäcker der beiden Hochzeitstorten. Eine kam von Walter (Country Triker) und eine von Wolfgang (Trike Rebels).
Man sah beiden Torten an, dass sie mit viel Liebe und Sinn fürs Detail gebacken wurden. Beide waren sehr lecker und fast schon zu schade zum Anschneiden so prachtvoll waren sie gestaltet.
Danke euch beiden!

Als nächstes Highlight gab es dann am Abend unseren Hochzeitstanz. Dazu hatte der Soundmicher inzwischen ein Laptop organisiert, welches MP3-Dateien abspielen konnte und das er an seine Anlage angeschlossen hatte.
Ich hatte im Vorfeld jedem erzählt, der es hören wollte (und den anderen auch), dass ich noch Walzer lernen müsse und eigentlich gar nicht tanzen will. Alles Show! In Wahrheit haben Liane und ich uns einen Tanz ausgedacht, der sich in die Gedächtnisse der anwesenden Gäste einprägen sollte. Im Prinzip war es Lianes Idee von der ich mich aber auch schnell begeistern ließ. Wir suchten ein paar Lieder heraus und ich machte mich in stunden- und tagelanger Arbeit daran, die Lieder zusammenzuschneiden und die Choreographie zu erstellen. Liane und ich hatte dann am Ende auch nur 4 Abende Zeit, den Tanz einzustudieren, weshalb wir auch einmal den Faden verloren hatte. Aber ich denke, dass hat keiner wirklich gemerkt - und wenn doch...... egal!
Auf jeden Fall fingen wir mit einem langsamen Sarah Connor- Titel an und tanzen eng einen Blues. Nach einer Minute erklang dann eine "Scratchen" und es ertönte ein anderes Lied.
In der folgenden Reihenfolge tanzten Liane und ich dann zur Musik:
- Sugarhill Gang - Jump On It
- Michael Jackson - Thriller
- Matchbox - Midnight Dynamos
- Chubby Checker - Lets Twist Again
- Los Del Rio - Macarena
- Tim Taupet - Fliegerlied
- DJ Caspar - Cha Cha Slide
- Village People - YMCA
- Rednex - Cotton Eye Joe
- Dirty Dancing - Time Of My Life
- Justin Timberlake - Sexy Back
- Sir Mix A Lot - Baby Got Back
- Sarah Connor - Living To Love You
Das ganze Lied dauerte ca. 11 Minuten, während denen Liane und ich alle 30 bis 45 Sekunden die Tänze änderten und wie die Irren auf der Tanzfläche herumhampelten. Begleitet vom Toben und Schreien der Zuschauer, die mit so was nicht gerechnet hatten und sich nach den ersten Takten von Sarah Connor schon auf einen romantischen - aber langweiligen - Blues abgefunden hatten. Am Ende unseres Hochzeitstanzes erklang erneut ein "Scratchen" und Sarah Connor lief wieder an und ließ den Tanz ausklingen.
Liane und ich waren danach fix und fertig und leider nicht mehr in der Lage eine geforderte Zugabe zu bringen - Sorry! Aber wir nun leider auch nicht mehr die Jüngsten! hihi...
Aber ich denke die Überraschung ist uns doch gut gelungen. Den Hochzeitstanz werde ich hier auch als Video hinterlegen, wenn ich das Video digitalisiert und geschnitten habe. Leider fehlt der Anfang, weil wir vergessen hatten der Kamerafrau Sabrina Bescheid zu geben, dass es was zu Filmen gibt.
Vielleicht hat ja jemand anderes auch mit der Kamera draufgehalten. Falls ja, würden wir uns sehr über die Zusendung des Videos freuen.
 
Der Rest des Abends wurde wieder der allgemeinen Feier gewidmet und durch die beiden Live-Bands "Handmade" und "Big Jack" begleitet. Beide haben ein tolles Programm und klasse Musik abgeliefert und das Zelt zum Rocken gebracht.
 
Am Sonntag war dann wie üblich der Abreisetag. Als ich von der - in jedem Sinne berauschenden - Hochzeitsnacht auf den Platz zurückkehrte, machte ich zunächst mal die Abrechnung.
Anschließend gab es um 13:00 Uhr dann die offizielle Übergabe der von den Stammtischen eingenommenen Gelder. Da beide Stammtische ja keine Kasse haben (und auch nicht haben wollen), wurde auch in diesem Jahr das übriggebliebene Geld gespendet. Dieses Jahr ging es zu gleichen Teilen an den Kindergarten in Kronau und an die Aktion mit den Tschernobylkindern, so dass beide 500,- Euro von uns erhielten. Diese freute sowohl den Vertreter der Gemeinde Kronau, als auch Jutta und Rudi von den "Alten Wilden", die die Spenden entgegennahmen.
 All zu viele Triker waren da zwar nicht mehr da, aber leider konnte ich die Abrechnung nicht früher machen.
 
Mit ein paar hartgesottenen Trikefreunden verbrachten wir dann auch den Sonntag und die Nacht auf den Montag auf dem Platz, da sich das nach Hausefahren nicht wirklich lohnte. Am Montag begann ja schließlich gleich der Abbau des Festzelts. Zu diesen hartgesottenen Trikern gehörten interessanterweise die, die den weitestens Weg hatten (Peter und Irene aus Ungarn) und einige andere, die ebenfalls weite Strecken gefahren waren: Thomas und Zindi aus Peine, ein Paar aus Frankreich und natürlich mein Freund und Trauzeuge Mike nebst Frau! So hatten wir noch mal einen schönen gemütlichen Abschluss auf dem Platz in Kronau.
 
Zum Schluss noch der Hinweis, dass mehrere Vertreter der örtlichen Presse vor Ort waren und ein Kamerateam des örtlichen Fernsehsenders Kraichgau-TV. Den Beistrag des Fernsehens könnt ihr unter folgender Adresse anschauen:

http://www.landfunker.de/ktv/detail.php?rubric=2&nr=23953

Falls jemand Zeitungsartikel vom Treffen hat, würde ich mich ebenfalls über die Zusendung freuen. Leider konnte ich die nicht selbst sammeln, weil Liane und ich nach dem Treffen gleich auf Hochzeitsreise gingen!
Und damit (endlich) zum Schlusswort!

Liane und ich haben diese Hochzeit mit allem was drumherum passiert und geschehen ist, als absolute Traumhochzeit empfunden. Sie hätte nich schöner sein können. Angefangen bei den angereisten Trikern, unserer Familie, allen beteiligten Helfern bis hin zum Wetter: alles war perfekt!
Dieser Tag, dieses Wochenende, werden Liane und mir Dank euch für immer und ewig als wundervolles und traumhaft schönes Erlebnis in Erinnerung bleiben!
 
Wir hoffen, dass es den anwesenden Gästen ebenso gefallen hat und das niemand es bereut hat gekommen zu sein.
 
Damit meine ich schlussendlich nicht nur den Gästen der Hochzeit, sondern auch allen Trikern, die auf das Triketreffen der Trike Rebels 2005 und der Nordbadentriker gekommen sind. Denn das soll zum Schluss noch mal klar gestellt sein: es war ein offizielles Triketreffen - auch wenn meine Berichterstattung sich hauptsächlich auf die Hochzeit konzentriert.
Aber ob es ein schönes Triketreffen war oder nicht, sollen sowieso die Triker beurteilen und nicht ich als Mitorganisator.
 
In diesem Sinne freue ich mich auf euer Feedback!

   
     

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