Mechernich2009
03. - 05.07.2009
Organisator: Eifel-Triker
Das ist eine Linie

Zum 10jährigen Jubiläum der Eifel-Triker habe ich es endlich mal geschafft das Treffen zu besuchen!
Das ist ja eigentlich schon peinlich - aber ist leider so.
Beinahe hätte es auch dieses Jahr nicht geklappt, weil wir für dieses Wochenende schon wieder eine andere Einladung hatten. Da diese aber erst am Samstag war, entschlossen sich Liane und ich von Donnerstag bis Samstag zu den Eifel-Trikern zu fahren und von dort auf den Geburtstag von Roswitha.
Gesagt - getan! Bei heißen 36 Grad und strahlendem Sonnenschein fuhren wir die knapp 300 Kilometer nach Mechernich. Es war so heiß, dass auch der Fahrtwind kaum Kühlung brachte.
In Mechernich angekommen erwarteten uns schon die frisch vermählten Mike und Simone. Wir beuten unser Domizil auf und genossen den Abend mit Freunden. Da es am Donnerstag noch keine Verköstigung auf dem Platz gab, half uns Ela bei einem hiesigen Pizzaservice ein paar leckere Pizzas zu besorgen.
Dafür dass es erst Donnerstag war, füllte sich der Platz doch recht schnell und da es schon Getränke in der Festhalle gab, war der Abend dann auch alles andere als trocken.
Bei einem gemütlichen Jacky klang der Abend dann spät in der Nacht im Vorzelt aus.
 
Dann kam das Unwetter!
Genau genommen am nächsten Tag um ca. 12:30 Uhr. Wir hatten kurz zuvor diskutiert, ob wir nicht eine Ausfahrt nach Belgien machen sollten und waren froh, dies unterlassen zu haben. Es machte runter wie zum Weltuntergang! Zweieinhalb Stunden lang donnerte und blitzte es im Mühlenpark und die Himmelsschleusen wollten nicht nachgeben. Bis zum fingerkuppengroßen Hagel war alles dabei! Die meisten zogen sich in ihre Zelte, Klappis oder Wohnwagen zurück. Als es ein wenig nachließ, wurden wir von lautem Gelächter aus dem Klappi gelockt. Direkt neben unserem Domizil war ein kleiner See entstanden, in dem eine saarländische Grazie poste. Dann kam auch noch Triker-Elvis dazu, der sich mit Badehose und Helm in den See stürzte und Schwimmübungen vollzog. Wir lachten uns den A... ab!
Trotz des andauernden Regens war es relativ warm. Als dann auch noch ein Indian-Triker aus Oldenburg mit einem Plüschseehund an der Leine über die überflutete Straße lief, war es um uns geschehen. Nun konnte uns das Wetter nichts mehr anhaben. Wir waren nur noch am Lachen und Triker-Elvis nahm den Plüschseehund gleich mal mit in seinen Teich! Kurz darauf kam auch noch ein Reporter hinzu und fotografierte Triker-Elvis (alias Markus) für die örtliche Zeitung (Artikel hier). Das Unglück begann aber erst danach so richtig, denn der Bach konnte die Wassermassen nun nicht mehr aufnehmen und lief am Eingang zum Mühlenpark über. Das Wasser bahnte sich nun seinen Weg quer über das Gelände, wo die Triker campierten. Innerhalb von Minuten waren etliche Zelte unter Wasser und die ehemaligen Wege des Parks glichen rauschenden Wildwasserbächen. Die braune Brühe drang fast in die Festhalle ein, lief über den Platz und auf der gesamten Länge von Rockys Stand quer durch. Der Pilswagen stand nun in einem See. Der absolute Wahnsinn! Einer vom Ordnungsamt drohte mit Schließung des Treffens, wenn sich die Lage nicht bessern sollte. Die herbeigerufene Feuerwehr bereinigte die Lage dann doch noch und hatte Glück, dass der Regen nachließ. Sie pumpten das Wasser wieder in seinen ursprünglichen Bach und die Lage entspannte sich.
Während des Unwetters kamen immer wieder neue Triker durch das Chaos auf den Platz - tapfer!
 
Als das Wasser dann gewichen war und der Regen aufhörte hatten wir alle viel Gesprächsstoff. Da waren nicht nur die Szenen die sich abgespielt haben Thema, sondern auch die Suche nach verschollen Bierkästen, Salatschüssel und anderen Dingen, die zum Kühlen in den seicht fließenden Bach gelegt wurden - als er eben noch seicht floss. Das Material war weggespült und verloren.

Dann traf die nächste Horrorbotschaft ein: Chris und Sylvia hatten einen Unfall!
Irgendein Vollpfosten ist ihnen in Wisskirchen ungebremst hinten drauf geknallt! Rudi, Walter und ich haben uns daraufhin sofort ins Auto geschwungen und sind dort hingefahren. Der Vollpfosten war schon weg und auf dem Weg ins Krankenhaus. Angeblich hätte er sich den Magen verdorben. Vielleicht hatte er aber nur Angst vor Chris und hat sich schnell mal krank gestellt, damit Chris ihm nicht die Eingeweide raus schneidet. Als die drei Polizisten vor Ort sahen, dass aus dem Auto noch drei so bedrohlich aussehende Gestalten ausstiegen, schauten sie schon etwas verstört. Auf jeden Fall - und das ist die gute Nachricht - sind beide unverletzt geblieben! Aber der Klappi war beschädigt und das Trike kaputt. Am Klappi hat sich der Rahmen verzogen, ein Teil des Bodens ist gebrochen und das Zugmaul war total deformiert. Die Deichsel steckte halb im Motor und die Anhängekupplung war komplett verformt. Nach kurzer Nachfrage bei der Polizei, ob die Unfalldaten aufgenommen wurden, fingen wir auch schon an zu werkeln. Rudi betrachtete sich die Schäden und wir entschlossen uns zum Versuch, das Trike und den Anhänger wieder flott zu kriegen. Der Bewohner des Hauses vor dem der Unfall passiert war, leistete dabei große Hilfe. Er versorgte uns mit dem Werkzeug, dass wir nicht hatten und Rudi legte los. Ich organisierte Werkzeug, machte die Straße sauber und fotografierte die Schäden für den Gutachter. Walter schmiedete das deformierte Zugmaul, damit wir es wieder anschrauben konnten und Rudi flexte die defekte Anhängekupplung ab. Kurz darauf kamen auch Wolle und Uschi hinzu und nach einer guten halben Stunde war alles im Lot. Der Anhänger hing an Rudis Auto und Chris konnte auch wieder fahren. Weitere Mängel, wie eine krumme Gabel, eine angeschlagene Felge und Risse in der Karosse wurden leider auch noch gefunden. Später auf dem Platz bemerkte Chris dann auch noch Schäden am Motorblock. Scheiße! Rückfahrt also mit ADAC! Und zur Krönung klagten Chris und Sylvia auch noch über Nacken- und Rückenschmerzen und Sylvia taten die Beine weh (vom Abstützen beim Aufprall).
 
Das Treffen hatte aber noch weitere Ereignisse, wie zum Beispiel Insektenstiche, die sich entzündeten (Bei Tina und Basco). Basco musste deswegen sogar ins Krankenhaus! Gute Besserung euch beiden.
 
Am Abend jedoch wurden alle Sorgen erst mal runtergespült. Der Schreck saß Chris und Sylvia zwar noch in den Knochen, doch im Kreise der Freunde konnten alle die Geschehnisse erst mal verdrängen.
 
Die Party der Eifel-Triker war sehr schön. Es gab Gratulanten zum 10jährigen, eine Tanzgruppe mit jungen Mädchen und DJ-Musik. Mike durfte (musste) mit den Mädels sogar eine Runde mittanzen. Das Essen und die Preise waren sehr gut und eine Naturkatastrophe schweißt die Leute bekanntlich auch zusammen, so dass wir eine entspannte und gute Party feiern konnten. Und es wurde wieder einmal spät.....

Die nassen Zelte trockneten bei dem heißen Wetter auch wieder ganz gut und am nächsten Tag war vom Unwetter des Vortages nix mehr zu sehen.
Leider mussten wir dann am Samstagmittag fahren und da Jutta und Rudi von den Alten Wilden ebenfalls zu Roswitha fahren wollten fuhren wir zusammen. Die Fahrt von Mechernich nach Mendig, quer durch die Eifel und bei schönem Wetter war wunderschön.
Es folgen 299 Bilder!

   

Hier geht's zurück zu den Trike-Treffen 2009 Hier geht's zurück zur Archiv-Übersicht
nach oben

Copyright ab © 2000 bei Andreas Schönfeld ,   Disclaimer