17. - 19.07.2009 Organisator: Country-Triker |
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Endlich geschafft! Geschafft, zu den Country-Trikern nach Erftstadt zu fahren. Zeit wurde es ja mal, unseren Freunden bei den Country-Trikern einen Besuch auf ihrem Treffen abzustatten. Auf einer Winterparty waren wir ja auch schon (2008). Das Wetter war ja in den Wetterberichten als nicht so rosig vorhergesagt. Von Sturmböen, Regen und Gewitter war da immer die Rede. Vielleicht ein Grund, warum nur knapp 100 Trikes auf den Platz gefunden haben. Viele kamen aber auch mit dem Auto. Wir frotzeln nun schon eine ganze Weile, dass wir die Trike-Treffen nicht mehr "Trike-Treffen" sondern "Triker-Treffen" nennen - also ein Treffen, wo sich Triker treffen, die zu Hause ein Trike haben! Aber Scherz beiseite - das müssen die Auto-Triker einfach aushalten - Ätsch! Der Stimmung tat dies alles aber keinen Abbruch. Es war trotzdem schön! Wir fuhren schon am Donnerstag los, denn da war richtig Sonne und Hitze vorhergesagt - und so war's auch. Wir fuhren von zu Hause an nur Landstraßen und setzten in Bingen über den Rhein. Die Strecke dort war bei dem Wetter einfach nur schön zu fahren. Wir machten nämlich einen Abstecher ins South-West-Cafe nach Gackenbach, wo Mike die Kutte von Liane mit einem wunderschönen Airbrush veredelt hat. Ich hatte Mike die Kutte, ein Bild von Liane, ein Adlerbild und ein Bild mit einem Wolf geschickt und ihm grob skizziert, wie die Kutte aussehen soll. Er hat daraus ein Meisterwerk gemacht und Liane sieht sich auf ihrer Kutte ebenfalls sehr ähnlich. Super Mike! Da die Kutte nun fertig war und Liane sie ja für das Treffen brauchte, holten wir sie eben einfach ab. Eigentlich wollten wir auch bei Mike bleiben, denn er hat in seinem Biker- und Trikercafe auch Zimmer, bzw. ein Plätzchen für unseren Klappi. Da das Wetter für den folgenden Vormittag aber so schlecht angekündigt war, fuhren wir dann doch noch am frühen Abend bei Mike weg und brachten die 140 Kilometer bis nach Erftstadt hinter uns. Es war aber gewiss nicht das letzte Mal, dass wir bei Mike waren, denn er hat nicht nur das Cafe wunderschön eingerichtet, sondern nun auch einen tollen mediterranen Biergarten im Hof. Um 21:15 Uhr trafen wir dann in Erftstadt-Ahrem ein. Klappi aufgebaut und ab an den Bierstand! Schon am Donnerstagabend hatten wir dann gleich so richtig Spaß bei den Country's. Dann folgte das Übliche! Nach und nach trafen alle Trikefreunde auf, errichteten ihre Domizile und dann ab zur Party. Immer wieder schön! Wolle hat freitags wieder exklusiv Musik gemacht und wechselte sich Samstag mit einer Drei-Mann-Band ab. Er versteht es immer wieder, die richtige Mischung zu finden und die richtige Partystimmung zu forcieren. Nachteil: er kann weniger mit uns mitfeiern. Obwohl wir zum ersten Mal auf dem Treffen der Country-Triker waren, kam es mir vor, als wenn ich "zu Hause" wäre, denn es waren wieder so viele Trikefreunde da, dass man ein heimatliches Gefühl bekommen musste. An den Bildern könnt ihr ja sehen, wer alles da war. Geil! So finde ich es klasse: egal, wo man in Deutschland auf ein Triketreffen fährt, fühlt man sich wohl und fast wie zu Hause. So muss es sein! Am Samstag war dann erst mal Ausschlafen angesagt. Natürlich haben wir wieder das Frühstück verschlafen. Nix Neues. Aber es war ja noch ein kleines Highlight für uns geplant. Snaketriker Andre und seine Sammy hatten uns auf dem letzten Treffen versprochen, sie würden mit uns eine ganz besondere Ausfahrt machen. Obwohl Andre noch die ganze Nacht gearbeitet hatte, kam er Samstagmittag auf den Platz, um mit uns diese Ausfahrt zu machen. Zusammen mit Gorbi und Ilona fuhren wir dann zum Braunkohleabbaugebiet. Zuerst zeigte er uns die Baustelle, wo die Autobahn A4 neu gebaut wurde, denn die alte Trasse muss dem Bergbau weichen. Dann fuhren wir in ein Dorf, das in den nächsten 2 bis 4 Jahren zur Geisterstadt werden wird, denn diese Dorf muss dem Braunkohleabbau weichen! Ein ganzes Dorf! Diese Prozedur gab es schon häufig in dieser Gegend und immer wieder mal muss ein Dorf abgerissen und die Bewohner umgesiedelt werden. Kaum zu glauben - aber wahr. Außerdem müssen auch alle anderen Gebäude, Wälder, Höfe, Felder usw. abgerissen werden. Da verschwinden dann auch so einige Kulturgüter sprichwörtlich in der Versenkung. Weiter ging es zu einer solchen Grube. Es war die Grube Hambach. Sie ist ungefähr 350 Meter tief! Der Anblick der riesigen Bagger ist gigantisch! Die nächste Station war ein ehemaliges Abbaugebiet, welches wieder aufgeschüttet und "rekultiviert" wurde. In solchen Gebieten können nach ca. 20 Jahren wieder die ersten Gebäude errichtet werden, wenn der Boden sich gesetzt hat. Als Letztes fuhren wir zu einem großen "Absetzer", also einem Bagger, der in einer anderen Grube die letzten Aufschüttungen macht. In ca. 2 Wochen ist er damit fertig und wird dann zur Grube Hambach fahren. Dabei muss er einen Fluss und die Autobahn überqueren. Da er nur ca. 100 Meter pro Stunde fahren kann und so riesig ist, wird es darüber bestimmt auch einen Bericht im TV geben. Die Autobahn muss jedenfalls einen ganzen Tag gesperrt werden, wenn der Bagger sie überquert. Danke An Andre uns Sammy für diese eindrucksvolle Ausfahrt. Leider bekamen wir dann auch noch einen kleinen Schauerregen ab - aber Augen zu und durch! Zurück auf dem Platz machten wir uns schon mal für den nächsten Partyabend fertig. Neben alten Bekannten und Freunden, lernten wir auch noch neue dazu, wie z.B. einige Biker vom Club der "Löschknechte". Auch von den White Bulls und dem Gremium waren so einige Biker anwesend und es war mal wieder ein Beweis, dass dies sehr gut und harmonisch laufen kann. Es gab keinen Stress oder Ärger. Allerdings war es am späten Abend schon recht knapp an einem Zwischenfall. Da kamen einige "einheimische" Slowaken aus dem Ort und meinten, sie müssten unsere Mädels anbaggern. Mit unseren meine ich sowohl die von uns Trikern, als auch die Frauen vom Gremium. Ich hab keine Ahnung, wie dreist diese Penner drauf waren, aber es fehlte nicht viel und sie hätten vom Platz abtransportierte werden müssen. Als wir Triker mitbekamen, was da los war, ging Bonzo gleich mal zu einem der Typen hin und machte ihm klar, dass er die Hände von seiner Tochter lassen soll, sonst gäbe es mächtig was auf die Mütze. Da die Typen mit 5 bis 6 Mann zusammenstanden, gab ich Bonzo Rückendeckung. Das Gremium hat derweil einen lockeren aber unübersehbaren Halbkreis um die Blödmänner gebildet. Sie hielten sich aber (noch) im Hintergrund und zeigte aber auf jeden Fall Präsenz. Bonzo und ich haben dann noch ein paar Worte mit den Typen gewechselt. Gehen wollten sie aber zunächst nicht. Einer von ihnen versuchte mit dem Handy "Verstärkung" aus dem Ort heranzuholen, bekam aber niemanden ans Telefon. Als die Typen immer noch nicht gehen wollten, gab ich einem von ihnen mal den Tipp sich umzusehen. Die Biker vom Gremium standen in jeder Richtung parat und warteten nur darauf, dass die noch irgendein blödes Ding machten. Das war dann wohl doch Warnung genug für die Bagage und sie zogen ab - das Gremium im Abstand hinterher, um zu sehen, ob sie wirklich gingen. Es war knapp aber es blieb dann doch ruhig. Danke an die Vernunft des Gremiums, denn das hätte auch anders laufen können. So und nun genug vom kleinen Zwischenfall. Der Samstagabend war nämlich noch viel schöner, als der Freitag. Im Übrigen muss ich noch erwähnen, dass das Essen günstig und gut war. Großen Dank an Walter, Sandra, Michi, Geli und die Helfer in der Küche. Die Auswahl war ebenfalls groß und da war bestimmt für jeden was dabei. Die Preise für die Getränke waren auch klasse. Nur an die winzigen Kölsch-Gläser muss man sich erst gewöhnen - ist aber in der Region Tradition. Organisatorisch gab es nichts zu bemängeln. Es gab Duschen, das Frühstück wurde in der Schützenhalle serviert und die Toiletten waren immer pikobello sauber. Der Kollege, der das an beiden Abenden sauber gehalten hat bekommt von uns dafür ein großes Lob. Alles in allen wieder ein sehr schönes Treffen mit viel Spaß und - das will ich ganz zum Schluss noch erwähnen - mit tollem Wetter! Auch wenn es rundherum nach Unwetter aussah, so gab es in Erftstadt an diesem Wochenende nur zwei bis drei kleine Schauer und die auch immer in den frühen Morgenstunden, wo es egal war. Alle die also wegen der schlechten Wettervorhersagen nicht kamen, können sich jetzt in den Arsch beißen. Ätsch! Naja - auf der Heimreise hat es uns dann ja doch wieder erwischt. Den ersten heftigen Regenguss haben wir noch ohne Nässeschutz voll mitgenommen, um dann am Rasthof Mosel in die Regenkleider zu schlüpfen. Den großen Guss haben wir dann dort abgewartet und den kleinen haben wir ertragen. Bei Stromberg gab es dann einen Stau und wir (drei Trikes) fuhren dort ab, um den Rest auf Landstraßen zu fahren. Dummerweise war aber die B48 gesperrt und die Umleitung brachte uns immer weiter weg - bis in den Kreis Kusel! Spinnen die eigentlich? Dann habe ich auf die Umleitungsschilder gepfiffen und bin der Nase nach (und ein wenig nach der Karte). Schließlich fanden wir dann doch noch nach Hause und trudelten um ca. 20.00 Uhr zu Hause ein. Die Strecke war zwar schön und wir hatten tolles Wetter ab Stromberg, aber es zog sich schon ganz schön in die Länge. Wie auch immer - wir waren ohne Panne zu Hause eingetrudelt und das ist ja das Wichtigste. Viel Spaß bei den 449 Bildern! |
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